Nov 03

Als im letzten Jahr der damalige Drogenbeauftragte der Regierung, der Neuropsychopharmokologe David Nutt vom Imperial College, die “k√ľnstliche” Aufteilung von erlaubten und verbotenen Drogen kritisierte und sagte, dass die erlaubten Drogen Alkohol und Nikotin viel gef√§hrlicher seien als die verbotenen LSD, Ecstasy oder Cannabis, musste er sofort zur√ľcktreten. Offenbar hatte er damit ein Tabu verletzt, denn die Aufteilung der Drogen ist auch eine kommerzielle, kulturelle und politische Entscheidung.

In einer Studie, die im Wissenschafts-Magazin Lancet ver√∂ffentlicht wurde erschienen ist, versucht der Drogenexperte nun noch einmal wissenschaftlich zu belegen, dass Alkohol die gef√§hrlichste Droge ist. In der Studie wurde eine Rangliste der Gef√§hrlichkeit von 20 Drogen f√ľr die Konsumenten (9 Kriterien) und deren Umfeld (7 Kriterien) erstellt, die Kriterien daf√ľr waren vom Advisory Council on the Misuse of Drugs (ACMD) festgelegt worden. Daraus wurde f√ľr die Bewertung eine Entscheidungsanalyse entwickelt.


Die kombinierte Rangliste der Drogen. Bild: Lancet/Nutt et al.

Zu den Gefahren f√ľr die Konsumenten rechneten die Experten die von den Drogen verursachte Mortalit√§t, die Krankheiten und k√∂rperlichen sowie psychischen Folgen, die Abh√§ngigkeit und soziale sowie √∂konomische Folgen (Verlust an Freunden, Jobverlust, Gef√§ngnisstrafen etc.). Bei den Folgen f√ľr das Umfeld der Drogenkonsumenten wurden steigende direkt oder indirekte Verletzungs- oder Sch√§digungsgefahr (Gewalt, Autounf√§lle etc.), Kriminalit√§t, √∂konomische Kosten, Beeintr√§chtigung der Familien, internationale Folgen (Kriminalit√§t, Entwaldung, Destabilisierung von L√§ndern), Umweltsch√§den und Folgen f√ľr das Wohnviertel ber√ľcksichtigt.

Zieht man nur die Folgen f√ľr den Konsumenten selbst in Betracht, sind Heroin, Crack und die Designerdroge Metamfetamin (Crystal, Crystal Speed, Ice) am gef√§hrlichsten. F√ľr die Mitmenschen ist der hingegen der Konsum von Alkohol, Heroin und Crack am gef√§hrlichsten. Nimmt man beide Gef√§hrdungen zusammen, so liegt Alkohol deutlich an der Spitze, gefolgt von Heroin und Crack. Tabak rangiert hinter Kokain, aber vor Marihuana. Khat, Steroide, Ecstasy, LSD, Buprenorphin und Pilze sind am wenigsten gef√§hrlich und praktisch nur f√ľr den Konsumenten. Beim Alkohol schlagen vor allem die wirtschaftlichen Kosten, Gewalt und Verletzungen, Familie, Kriminalit√§t und Schaden f√ľr das Wohnviertel durch.

Im diesbez√ľglichen Vollartikel auf tp findet sich auch der Link zu einer √úbersichtskarte, welche die unterschiedliche H√§ufigkeit des Alkoholkonsums in der Weltbev√∂lkerung plastisch darstellt:

In stehen demnach nach Rum√§nien Deutschland und √Ėsterreich an der Spitze des Alkoholkonsums, gefolgt von Spanien und Gro√übritannien. Die Italiener trinken deutlich weniger, die Letten, Slowenen oder Schweden am wenigsten. Die meisten Alkoholabstinenten, genauer diejenigen, die im letzten Jahr kein alkoholisches Getr√§nk zu sich genommen haben, findet man in Italien (40 Prozent), gefolgt von Ungarn, Portugal, Malta, Spanien und Polen (28 Prozent). In Deutschland sind es 19 Prozent.
Der durchschnittliche Westeurop√§er trinkt ein Drittel mehr Alkohol als jede andere Person in einer anderen Region. In weiten Teilen des Nahen Ostens und von Nordafrika wird praktisch gar nicht getrunken: dort herrscht, alkoholisch zumindest, N√ľchternheit. Nach der Statistik trinken weltweit die Ugander am meisten, dann die Luxemburger, die Tschechen, die Moldavier und die Franzosen. Den siebten Platz teilen sich die Deuschen mit den √Ėsterreichern, Kroaten und Portugiesen. Alkoholische Trockenheit herrscht in Indonesien, Bangladesch und Pakistan.

Auch die interaktive Karte von ShowWorld stellt die Verteilung gut dar. Klicken Sie in ihr auf die Rubrik “Living – Food/Dining”.

Bemerkenswerte neue √∂ffentliche Stimmen gibt es auch in Sachen Drogenkriminalit√§t: so w√ľrden repressive Ma√ünahmen durch Polizei und Justiz das Problem f√ľr Drogens√ľchtige und damit auch die Bek√§mpfung von Aids versch√§rfen, wie Experten anl√§√ülich der 18. Internationalen Aids-Konferenz in Wien im Juli dieses Jahres verlautbarten. Sie fordern deshalb nun in einem internationalen Aufruf – der “Wiener Deklaration” – das Ende von kontraproduktiven “Drogenkriegen”.

“Viele von uns in der Aids-Forschung und in der Betreuung der Betroffenen sehen jeden Tag die verheerenden Effekte von falschen Strategien in der Drogenpolitik. Sie heizen die Aids-Epidemie noch weiter an und bedeuten Gewalt, steigende Kriminalit√§tsraten und die Destabilisierung ganzer Staaten. Trotzdem gibt es noch keinen Beweis, dass sie den Drogenkonsum oder die Versorgung mit Drogen reduzieren”, erkl√§rte dazu Julio Montaner, Pr√§sident der IAS.
Als Wissenschaftler sei man verpflichtet, Strategien auf Basis von gesicherten Erkenntnissen vorzuschlagen. In Sachen illegaler Drogen w√ľrden sie dort beginnen, wo man “Sucht als Krankheit und nicht als Verbrechen” akzeptiere.

Die Verfasser f√ľhren im Einzelnen folgende Konsequenzen falscher Anti-Drogen-Strategien an:

  • Die HIV-Epidemie wird durch die Kriminalisierung von Benutzern illegaler Drogen noch vergr√∂√üert, ebenso durch die Verhinderung von Opiat-Substitutions- und von Spritzentausch-Programmen.
  • Die Inhaftierung von Drogenkranken als Konsequenz von Strafgesetzen f√ľhrt zu HIV-Ausbr√ľchen unter den H√§ftlingen. Gerade in Gef√§ngnissen gebe es aber einen Mangel an Pr√§ventions-Ma√ünahmen.
  • In vielen Staaten sei es durch die Drogengesetzgebung zu einer Rekordrate an Inhaftierungen gekommen. Gleichzeitig h√§tte das die Rassendiskriminierung erh√∂ht. Die Autoren: “…dieser Effekt war besonders stark in den Vereinigten Staaten, wo zu jedem gegebenen Zeitpunkt jeder neunte B√ľrger afro-amerikanischer Herkunft in der Altersgruppe zwischen 20 und 34 Jahren inhaftiert ist – zum gr√∂√üten Teil wegen Drogendelikten.”
  • Ein riesiger illegaler Markt im Umfang von j√§hrlich 320 Milliarden US-Dollar (260 Mrd. Euro). Die Autoren: “Die Profite bleiben g√§nzlich au√üerhalb der Kontrolle des Staates. Sie f√∂rdern Kriminalit√§t, Gewalt und Korruption in zahllosen St√§dten und haben ganze Staaten destabilisiert, wie Kolumbien, Mexiko und Afghanistan.”
  • “Milliarden von Steuergeldern (US-Dollars, Anm.) sind in diesem ‘Krieg gegen Drogen’ fehlinvestiert worden, ohne das Ziel der Kontrolle des Problems zu erreichen. Stattdessen hat das massiv zu den angef√ľhrten Sch√§den beigetragen.”

Die Verfasser der “Wiener Deklaration” fordern deshalb eine transparente Analyse der Wirksamkeit der derzeitigen Drogenpolitik, die Verwendung und die Bewertung von Ma√ünahmen, die auf wissenschaftlicher Basis stattfinden.

Drogenkonsumenten sollten “entkriminalisiert” werden. Auch alle Zwangstherapie-Zentren sollten geschlossen werden, da sie die Menschenrechte verletzen. Und schlie√ülich sollte es mehr Geld f√ľr die Verhinderung von HIV-Infektionen geben.

(Quellen: tp, APA, ORF.at)

Feb 16

Bisher war kaum bekannt, welchen psychischen Risiken Prostituierte ausgesetzt sind. Eine Forschergruppe der Universit√§t Z√ľrich um den Psychiater W. R√∂ssler hat nun in einer weltweit einmaligen Studie rund 200 Prostituierte in Z√ľrich befragt, etwa 5% der in Z√ľrich registrierten Prostituierten. “Um ein m√∂glichst repr√§sentatives Bild der Situation von Prostituierten zu erhalten, kontaktierten wir die Frauen unterschiedlicher Nationalit√§ten in Bars, Bordellen, Studios, Begleitdiensten und auf der Strasse”, erkl√§rte der Psychiater. Die Befragten waren zwischen 18 und 63 Jahre alt, die Mehrheit war in der Schweiz geboren, zwei Drittel besassen einen Schweizer Pass.

Die k√ľrzlich in der renommierten Wissenschaftszeitschrift “Acta Psychiatrica Scandinavica” ver√∂ffentlichten Ergebnisse zeigen, dass circa die H√§lfte der Befragten psychische St√∂rungen w√§hrend des letzten Jahres aufwiesen. “30 Prozent erf√ľllten die Kriterien f√ľr eine Depression, 34 Prozent die Kriterien f√ľr eine Angstst√∂rung”, fasst R√∂ssler die Studie zusammen. In der Gesamtbev√∂lkerung hingegen weisen nur 12 Prozent der Frauen psychische St√∂rungen w√§hrend eines Jahres auf, davon rund 6 Prozent Depressionen und 9 Prozent Angstst√∂rungen.

Besondere Risikofaktoren f√ľr psychische St√∂rungen sind einerseits Gewalterfahrungen im und ausserhalb des Milieus sowie die speziellen Arbeitsbedingungen und die Nationalit√§t. Schweizer Frauen, die ihre Dienste auf der Strasse anbieten, sind besonders gef√§hrdet; ebenso Frauen aus Asien oder S√ľdamerika, die in Bars oder Studios arbeiten. Von diesen wiesen bis zu 90 Prozent psychische St√∂rungen auf. “Es hat sich aber auch gezeigt”, so R√∂ssler, “dass soziale Unterst√ľtzung das Risiko f√ľr psychische St√∂rungen reduziert.”

Er betont, dass vor allem die Rahmenbedingungen der Sexarbeiterinnen verbessert werden m√ľssen: “Sichere Arbeitsbedingungen sind ebenso wichtig wie soziale Hilfen f√ľr diese Frauen, die allein im Raum Z√ľrich j√§hrlich bis zu 2,8 Millionen Kontakte mit Freiern haben.”
Aus therapeutischer Sicht m√∂chte ich anmerken, da√ü die soziale Stigmatisierung von Prostituierten sowie die soziale Isolation, in der insbesondere viele sich prostituierende Immigrantinnen erster und zweiter Generation leben, sicherlich ebenfalls einen erheblichen Anteil an der Pr√§valenz psychischer St√∂rungen unter Prostituierten haben. W√ľrden Prostituierte als Dienstleisterinnen anerkannt, legalisiert und vor allem auch von staatlicher Seite mit “moralisch einwandfreien” Berufen gleichberechtigt behandelt (z.B. hinsichtlich Sozialversicherung etc.), w√ľrde dies mit Sicherheit nicht ohne positive Auswirkung f√ľr die Szene insgesamt, besonders aber f√ľr die individuellen Schicksale der Sex-Arbeiterinnen bleiben.

(Quellen: MedAustira, Acta Psychiatrica Scandinavica, 2010: 1-10 (doi: 10.1111/j.1600-0447.2009.01533.x )

Mar 18

Im Diskussionforum meiner Website wurde von einer Userin dieser Tage eine Frage aufgeworfen, die ich sehr interessant fand: kann ein Fachmann (Psychiater/Psychologe/..) einen Amokl√§ufer tats√§chlich schon “vorzeitig” erkennen?

Ich schicke voraus, da√ü ich ja nur ein “einfacher, kleiner Psychotherapeut” ūüėČ bin, und nicht so hochdekoriert wie mancher der Proponenten, die derartiges fordern. Als solcher aber bezweifle ich die Sinnhaftigkeit dieser Vorschl√§ge, und zwar aus vielerlei Gr√ľnden.

Prinzipiell waren fast alle Gewaltt√§terInnen, vor allem solche, die erweiterten Suizid, Amokl√§ufe etc. begingen, schon vor ihrer Tat in einer bestimmten Weise “auff√§llig” – in Schl√ľsselsituationen, also z.B. im Umgang mit Beh√∂rden, Nachbarn etc. aber wird der hohe innere Druck meist exzellent kompensiert bzw. kaschiert. Fast alle betr. T√§terInnen hatten vor der Tat auch Kontakt zu Beh√∂rden, Psychologen, dem Jugendamt usw. Haben diese also an sich sichtbare “Warnzeichen” √ľbersehen oder sogar ignoriert? Warum sollten sie sie mit “Fr√ľhwarnsystem” pl√∂tzlich besser wahrnehmen oder ernster nehmen?

Dar√ľber hinaus ergibt sich auch noch ein indirektes Problem – wenn jeder B√ľrger, jede B√ľrgerin eine potenzielle Gewaltt√§terin ist, dann “macht das etwas” mit uns… es entfremdet, macht Angst, man mi√ütraut anderen mehr ebenso, wie andere einem vielleicht selbst mehr mi√ütrauen. Und das, obwohl so ein Fr√ľhwarnsystem letztlich nicht viel mehr als eine weitere der vielen Ma√ünahmen unserer heutigen Politik w√§re, die in erster Linie nur ein subjektives Gef√ľhl von Sicherheit bzw. “es wird etwas getan” vermitteln w√ľrden, denn tats√§chlich mehr reale Sicherheit zu garantieren. Eines immanentes Problem des Lebens, n√§mlich da√ü man “vorzeitig” sterben kann – etwa wenn Dritte durchdrehen, einen in einen Unfall verwickeln oder man auf einem Abhang ausrutscht und zu Tode st√ľrzt – wird vermutlich auch in 100 Jahren und bei 1000 zus√§tzlichen Gesetzen und Regeln nicht gel√∂st sein.

Im Versuch, diese Frage zu beantworten, werden von Experten und Politikern h√§ufig schneidige und eing√§ngig betitelte Instant-L√∂sungen pr√§sentiert. H√§ufig gleicht deren Wirkung jedoch jener von Beruhigungstabletten. Vielleicht handelt es sich aber in erster Linie ja auch nur um Marketinginstrumente f√ľr die Kompetenz und Einsatzbereitschaft der involvierten Fachleute und PolitikerInnen. (Bild ¬© Spiegel.de)

Im Versuch, diese Frage zu beantworten, werden von Experten und Politikern h√§ufig schneidige und eing√§ngig betitelte Instant-L√∂sungen pr√§sentiert. H√§ufig gleicht deren Wirkung jedoch jener von Beruhigungstabletten. Vielleicht handelt es sich aber in erster Linie ja auch nur um Marketinginstrumente f√ľr die Kompetenz und Einsatzbereitschaft der involvierten Fachleute und PolitikerInnen. (Bild ¬© Spiegel.de)

Alles in allem handelt es sich meiner bescheidenen Ansicht nach bei den konkreten Vorschl√§gen aber um das Applizieren von Fachsprech-Pampe auf ein massives und wachsendes strukturelles Problem in unserer Gesellschaft, dessen Wurzeln und Zusammenh√§nge von all diesem Gerede oder auch einem pauschalen Verbot sogenannter “Gewalt-Videospiele” √ľberhaupt nicht tangiert werden. Was bleibt, ist der Eindruck, da√ü hier einige Personen die Publicity, die die aktuellen Gewalttaten bringen, dazu nutzen, um sich selbst ins Rampenlicht zu stellen oder neue Koordinatorenjobs an Land zu ziehen.

All dies vorausgeschickt, m√∂chte ich jedoch hervorstreichen, da√ü ich Pr√§vention und “Hochsensibilit√§t” in der Exekutive, dem Sozialbereich usw., und ggf. fr√ľhzeitige Unterst√ľtzungsma√ünahmen bei der Aufdeckung von Gewalt, Mi√übrauch etc. f√ľr in h√∂chstem Ma√üe wichtig halte. Dazu w√ľrde aber das vorhandene Wissen an sich ausreichen, es mu√ü nur auch genutzt und die erforderlichen Ma√ünahmen auch von der √∂ffentlichen Hand unterst√ľtzt werden. In beiden Bereichen – der Wahrnehmung durch Au√üenstehende und effizienter Pr√§vention und Therapie f√ľr das gesamte betroffene soziale System – existieren aber heute erhebliche L√ľcken, und diese werden leider immer gr√∂√üer, statt geschlossen zu werden.

Ein sogenanntes “Fr√ľhwarnsystem” – das wom√∂glich auch noch komplett an sog. “Experten” ausgelagert wird – w√ľrde diese Entwicklung aber vermutlich noch verschlimmern, statt die Sozialkompetenz und soziale N√§he innerhalb der Bev√∂lkerung zu verbessern.

Mehr zum Thema “Verfolgung/Untersuchung auf Verdacht”:

EU-Gesetzesvorschl√§ge: schon Ann√§herungsversuche via Internet (“Grooming”) sollen als Straftat gelten und Sex-Tourismus pauschal strafrechtlich verfolgt werden:
http://derstandard.at/?url=/?id=1233586525171

√Ėsterreich: schon wer im Internet “wissentlich auf eine pornographische Darstellung Minderj√§hriger zugreift”, macht sich zuk√ľnftig strafrechtlich schuldig, einschl√§gige Straft√§ter werden in einer Datenbank erfasst und k√∂nnen z.B. mit Verboten belegt werden, bestimmte Orte zu betreten, aus ihrer Wohnung verwiesen werden u.dgl.:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29924/1.html

√úber das vieldiskutierte “Fr√ľhwarn-System” (erstmals im Fr√ľhjahr 2007 vorgestellt):
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Amoklauf-Schulen-Es-Warnsignale/657475.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29934/1.html

22.03.20